Rheinischer Sauerbraten – Deftiger Klassiker der deutschen Küche

Sauerbraten ist eines der bekanntesten traditionellen Gerichte aus dem Rheinland. Dieses herzhafte Schmorgericht begeistert nicht nur mit seinem intensiven Aroma, sondern eignet sich auch perfekt als Festtagsessen im Winter. Der marinierte Rinderbraten wird besonders zart, wenn er langsam geschmort wird, und überzeugt mit einer aromatischen Soße, die durch klassische Beilagen wie Rotkohl und Kartoffelklöße ideal ergänzt wird.

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Sauerbraten selbst zubereiten – Tipps für perfekten Geschmack

Die Zubereitung eines Sauerbratens erfordert etwas Geduld, zahlt sich aber mit einem Geschmackserlebnis aus, das jedes Familienessen besonders macht. Entscheidend für ein gelungenes Gericht ist eine ausgewogene Marinade und genügend Zeit, um das Fleisch in ihr einziehen zu lassen. Traditionell wird für die Marinade Rotwein mit Rotweinessig kombiniert. Ein kleiner Anteil Wasser kann den Alkoholanteil reduzieren, während die würzigen Zutaten – wie Lorbeerblatt, Nelken, Pfefferkörner und Wacholderbeeren – die charakteristische Tiefe der Soße erzeugen.

Das richtige Fleisch für Sauerbraten

Für einen klassischen Sauerbraten eignet sich mageres Rindfleisch aus der Keule besonders gut, etwa die Rolle aus der Unterschale oder die Nuss aus dem vorderen Teil der Keule. Diese Fleischstücke sind feinfaserig, enthalten genug Bindegewebe und werden beim langsamen Schmoren besonders zart. Butterschmalz ist ideal zum scharfen Anbraten, während das Gemüse aus Zwiebeln, Möhren, Lauch und Sellerie die Basis der Bratensoße bildet. Tomatenmark verleiht eine leicht fruchtige Note, und der Sud aus der Marinade zusammen mit Rinderbrühe sorgt für eine aromatische Flüssigkeit, in der der Braten langsam garen kann.

Beilagen, die perfekt harmonieren

Rotkohl und Kartoffelklöße sind die klassischen Begleiter zum Sauerbraten. Der leicht fruchtige Geschmack des Rotkohls ergänzt das würzige Fleisch ideal, während die Klöße die reichhaltige Soße aufnehmen und den Geschmack abrunden. Wer es etwas einfacher mag, kann auch Pellkartoffeln oder Kartoffelpüree servieren – der Braten und die Soße bleiben der Star auf dem Teller.

Zubereitungstipps für zarten Sauerbraten

  1. Marinieren: Das Fleisch sollte mindestens drei, besser fünf Tage in der Marinade ziehen, um mürbe zu werden und das typische säuerliche Aroma zu entwickeln. Die Marinade muss das Fleisch vollständig umschließen, und täglich wenden sorgt für gleichmäßige Durchdringung.
  2. Schmoren: Vor dem Schmoren das Fleisch gut abtupfen und scharf anbraten, damit Röstaromen entstehen. Die Garflüssigkeit sollte das Fleisch nicht vollständig bedecken, aber genügend Flüssigkeit enthalten, um ein Austrocknen zu verhindern.
  3. Servieren: Die Sauce entsteht während des Schmorens – hier kann man noch nachwürzen und nachsüßen, wenn nötig. Beilagen wie Klöße oder Rotkohl werden einfach zusammen mit dem Braten serviert.

Häufige Fragen rund um Sauerbraten

  • Welches Fleisch eignet sich am besten? Heute wird Sauerbraten hauptsächlich aus Rindfleisch zubereitet. Früher war Pferdefleisch üblich, doch heute ist Rind die bevorzugte Wahl.
  • Wann wird Sauerbraten zäh? Zu hohe Hitze, zu kurze Garzeit oder zu mageres Fleisch führen dazu, dass der Braten zäh wird. Das richtige Fleischstück mit ausreichendem Bindegewebe sorgt für Zartheit und Saftigkeit.
  • Alternativen für Fleischstücke: Wer möchte, kann auch Tafelspitz verwenden – er ist ebenfalls mager, jedoch oft teurer. Die Rolle oder Nuss aus der Keule ist günstiger und geschmacklich oft intensiver.
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Der Sauerbraten ist nicht nur ein Gericht für besondere Anlässe. Mit diesem Rezept lassen sich klassische deutsche Aromen genießen, ohne stundenlang in der Küche zu stehen. Wer die Soße separat zubereiten möchte, kann dies ebenfalls tun, falls die Zeit für das Schmorgericht einmal knapp ist.

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Rheinischer Sauerbraten – Deftiger Klassiker der deutschen Küche


  • Author: Marlene

Ingredients

Scale

Für die Marinade (mindestens 3–5 Tage einlegen)

250 ml Rotwein

250 ml Wasser

125 ml Rotweinessig

120 g Zwiebeln

5 Pfefferkörner

5 Wacholderbeeren

3 Nelken

1 Lorbeerblatt

Für den Braten

11,2 kg Rinderbraten (Rolle oder Nuss)

400 ml Sud der Marinade

400 ml Rinderfond oder Brühe

200 g Möhren

130 g Zwiebeln

90 g Lauch

90 g Sellerie

90 g Soßenkuchen (Printen oder Honigbrot)

7 g Petersilie

50 g Butterschmalz

3050 g Rosinen oder Sultaninen (nach Belieben)

10 Pfefferkörner

5 Wacholderbeeren

2 EL Tomatenmark

2 TL Salz

1 TL schwarzer Pfeffer aus der Mühle

1 Lorbeerblatt

Salz, Pfeffer, evtl. Rübenkraut oder Honig zum Abschmecken


Instructions

  1. Marinade vorbereiten: Zwiebeln in Ringe schneiden, Rotwein, Wasser, Rotweinessig, Gewürze und Zwiebelringe in einem Topf kurz aufkochen, dann abkühlen lassen.
  2. Fleisch marinieren: Rinderbraten abspülen, trocken tupfen und in eine verschließbare Schüssel legen. Marinade darüber gießen, abgedeckt 3–5 Tage im Kühlschrank ziehen lassen. Täglich wenden.
  3. Fleisch vorbereiten: Mindestens 1 Stunde vor der Zubereitung aus dem Kühlschrank nehmen, abtupfen, mit Salz und Pfeffer einreiben.
  4. Anbraten: Butterschmalz in einem großen Bräter erhitzen, Braten rundherum scharf anbraten, dann herausnehmen.
  5. Gemüse vorbereiten: Zwiebeln würfeln, Möhren in Scheiben schneiden, Lauch in Ringe schneiden, Sellerie würfeln, Petersilie waschen.
  6. Gemüse anbraten: Zwiebeln 2 Minuten scharf anbraten, restliches Gemüse 3 Minuten mitbraten, Tomatenmark unterrühren.
  7. Braten schmoren: Fleisch zurück in den Bräter geben, mit 400 ml Rinderfond und 400 ml abgeseihter Marinade ablöschen. Mit Lorbeerblatt, Pfefferkörnern, Wacholderbeeren und Petersilie würzen. Deckel auflegen, 1,5 Stunden bei niedriger Hitze schmoren, nach der Hälfte der Zeit wenden.
  8. Sauce fertigstellen: Braten herausnehmen, Sauce durch Sieb gießen. Rosinen und Soßenkuchen unterrühren, kurz aufkochen lassen. Nach Bedarf mit Honig oder Rübenkraut abschmecken und mit Salz/Pfeffer nachwürzen.

Nutrition

  • Calories: 432 kcal
  • Fat: 22 g
  • Carbohydrates: 15 g