Goldbraun gebraten, außen herrlich knusprig und innen angenehm weich: Kartoffelpuffer gehören zu den echten Klassikern der deutschen Küche. Kaum ein Gericht weckt so viele Erinnerungen an Wochenmärkte, Jahrmärkte oder die heimische Küche wie der Duft frisch gebratener Reibekuchen. Mit diesem einfachen Rezept gelingen dir traditionelle Kartoffelpuffer ganz unkompliziert zu Hause – ohne Fertigprodukte und mit wenigen, ehrlichen Zutaten.

Ob als süße Hauptspeise mit Apfelmus oder herzhaft serviert mit Quark, Lachs oder Kräuterdip: Kartoffelpuffer sind unglaublich vielseitig und schmecken der ganzen Familie. Die Zubereitung ist schnell erledigt und auch für Kochanfänger bestens geeignet.
Kartoffelpuffer-Rezept – einfach selber machen
Kartoffelpuffer lassen sich mit wenig Aufwand frisch zubereiten. Alles, was du brauchst, sind gute Kartoffeln, etwas Zeit zum Ausdrücken der Masse und eine heiße Pfanne. Das Ergebnis sind knusprige Taler, die geschmacklich an klassische Marktstände erinnern.
Je nach Region sind sie unter verschiedenen Namen bekannt: Reibekuchen, Reiberdatschi oder Kartoffeltaler. Gemeint ist immer dasselbe – ein traditionsreiches Pfannengericht aus geriebenen Kartoffeln, das seit Generationen beliebt ist.
Knusprige Kartoffelpuffer
Das Geheimnis richtig guter Kartoffelpuffer liegt in der Konsistenz der Masse und in der richtigen Brattemperatur. Wird zu viel Flüssigkeit verwendet, werden sie weich. Ist die Pfanne nicht heiß genug, nehmen sie zu viel Fett auf. Mit ein paar einfachen Kniffen gelingt dir jedoch jedes Mal ein perfektes Ergebnis.
Zutaten für klassische Kartoffelpuffer
Kartoffeln stehen bei diesem Rezept ganz klar im Mittelpunkt. Für die beste Textur eignen sich vorwiegend festkochende Kartoffeln. Sie sorgen dafür, dass die Puffer innen saftig bleiben und außen schön knusprig werden.
Weitere Zutaten, die du benötigst:
- Fein geriebene Zwiebeln für eine herzhafte Note und aromatische Röstaromen
- Frische Eier als natürliches Bindemittel
- Salz und schwarzer Pfeffer für die Grundwürze
- Eine Prise frisch geriebene Muskatnuss für ein warmes, würziges Aroma
- Zitronensaft, damit die Kartoffelmasse hell bleibt
- Ein geschmacksneutrales Öl mit hohem Rauchpunkt wie Raps- oder Sonnenblumenöl zum Braten
Optional kannst du auch Butterschmalz verwenden, das den Puffern einen besonders traditionellen Geschmack verleiht.
Zutaten zum Kartoffelpuffer selber machen
Die Qualität der Zutaten spielt eine große Rolle. Frische Kartoffeln und Eier sorgen für eine stabile Masse und ein besseres Aroma. Zwiebeln sollten fein gerieben werden, damit sie sich gleichmäßig verteilen und beim Braten nicht verbrennen.
3 Tipps für Kartoffelpuffer wie früher
Damit deine Kartoffelpuffer genauso gelingen, wie man sie von früher kennt, helfen dir diese bewährten Tipps:
1. Kartoffelstärke nutzen
Nach dem Ausdrücken der geriebenen Kartoffeln solltest du das aufgefangene Kartoffelwasser kurz stehen lassen. Die Stärke setzt sich am Boden ab und kann anschließend zur Masse gegeben werden. Sie wirkt als natürliches Bindemittel und sorgt dafür, dass die Puffer beim Braten nicht auseinanderfallen.
2. Überschüssiges Fett vermeiden
Lege die fertig gebratenen Kartoffelpuffer kurz auf Küchenpapier, um überschüssiges Öl aufzusaugen. So bleiben sie knusprig und wirken nicht fettig auf dem Teller.
3. Süß oder herzhaft servieren
Kartoffelpuffer schmecken frisch aus der Pfanne am besten. Klassisch werden sie mit Apfelmus serviert, aber auch Kräuterquark, Sauerrahm oder ein herzhafter Dip passen hervorragend dazu.
Kartoffelpuffer einfach klassisch zubereiten
Die Zubereitung ist unkompliziert und benötigt keine besonderen Küchengeräte. Eine Reibe, eine große Schüssel und eine Pfanne reichen völlig aus. Wichtig ist, die Kartoffelmasse zügig weiterzuverarbeiten, damit sie nicht grau wird.
Die Puffer werden portionsweise in heißem Fett ausgebacken und erst dann gewendet, wenn sich eine stabile, goldbraune Kruste gebildet hat. So behalten sie ihre Form und bekommen die gewünschte Knusprigkeit.
Beliebt bei allen: Klassische Reibekuchen
Kaum ein anderes Gericht ist so generationsübergreifend beliebt wie Kartoffelpuffer. Kinder mögen sie wegen ihres milden Geschmacks, Erwachsene schätzen die Vielseitigkeit und die einfache Zubereitung.
Sie eignen sich hervorragend als:
- Hauptgericht für den kleinen Hunger
- Beilage zu Fleisch- oder Fischgerichten
- Schnelles Mittagessen oder Abendessen
- Vegetarische Alternative zu deftigen Speisen
Übrig gebliebene Puffer lassen sich gut abgedeckt im Kühlschrank aufbewahren und am nächsten Tag im Ofen oder in der Pfanne wieder aufwärmen.
Kartoffelpuffer vielseitig genießen
Neben der klassischen Variante mit Apfelmus gibt es viele weitere Möglichkeiten, Kartoffelpuffer zu servieren. Besonders lecker sind sie:
- Mit Räucherlachs und Crème fraîche
- Mit Kräuterquark und frischem Schnittlauch
- Mit Joghurt-Dip oder Tzatziki
- Süß mit Zimt und Zucker oder Marmelade
Wenn du Abwechslung suchst, kannst du die Grundmasse auch mit anderem Gemüse kombinieren, zum Beispiel Zucchini, Mais oder Kürbis.
Kartoffelpuffer-Rezept – schnell & unkompliziert
Mit diesem Rezept bereitest du klassische Kartoffelpuffer ganz einfach selbst zu. Sie werden außen goldbraun und knusprig, bleiben innen saftig und schmecken frisch aus der Pfanne einfach am besten. Die Zubereitung ist überschaubar, die Zutatenliste kurz – genau so, wie man es von einem traditionellen Gericht erwartet.
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Knusprige Kartoffelpuffer aus der Pfanne – einfach & klassisch
- Total Time: 35 min
Ingredients
1 kg Kartoffeln, vorwiegend festkochend
2 Eier (Größe M)
2 Zwiebeln
2 TL Salz
1 TL schwarzer Pfeffer, gemahlen
1 TL Zitronensaft, frisch gepresst
1 Prise Muskatnuss, frisch gerieben
Pflanzenöl zum Braten (z. B. Raps- oder Sonnenblumenöl)
Instructions
-
Kartoffeln vorbereiten
Die Kartoffeln gründlich waschen, schälen und auf einer feinen Reibe direkt in eine große Schüssel reiben. -
Flüssigkeit entfernen
Die geriebenen Kartoffeln in ein feines Sieb geben und kräftig ausdrücken, sodass möglichst viel Flüssigkeit austritt. Das aufgefangene Kartoffelwasser kurz beiseitestellen. -
Zwiebeln hinzufügen
Die Zwiebeln schälen, fein reiben und zu den ausgedrückten Kartoffeln in die Schüssel geben. -
Masse würzen
Eier, Salz, Pfeffer, Muskatnuss und Zitronensaft zur Kartoffel-Zwiebel-Masse geben und alles gründlich vermengen. -
Kartoffelstärke nutzen
Das Kartoffelwasser vorsichtig abgießen. Die am Boden abgesetzte Stärke zur Masse geben und unterrühren. Sie sorgt für besseren Halt beim Braten. -
Puffer ausbacken
In einer großen Pfanne reichlich Öl auf hoher Stufe erhitzen. Jeweils einen Esslöffel der Masse in die Pfanne geben und leicht flach drücken. Die Hitze etwas reduzieren. -
Goldbraun braten
Die Kartoffelpuffer pro Seite etwa 6–8 Minuten braten, bis sie knusprig und goldbraun sind. Zwischendurch nur wenden, wenn sich eine feste Kruste gebildet hat. -
Abtropfen lassen
Die fertigen Puffer auf Küchenpapier ablegen, um überschüssiges Fett zu entfernen. Bei Bedarf im Ofen bei ca. 100 °C warmhalten. -
Servieren
Am besten direkt warm servieren – je nach Geschmack süß oder herzhaft.
Notes
- Kartoffelsorte: Vorwiegend festkochende Kartoffeln sorgen für die beste Balance aus Knusprigkeit und Saftigkeit.
- Reibemethode: Je feiner die Kartoffeln gerieben werden, desto gleichmäßiger wird die Masse.
- Öltemperatur: Das Fett sollte heiß sein, bevor die Masse in die Pfanne kommt, sonst saugen sich die Puffer voll Öl.
- Warmhalten: Bereits gebratene Kartoffelpuffer können im Backofen warmgehalten werden, ohne weich zu werden.
- Aufbewahrung: Reste lassen sich bis zu zwei Tage im Kühlschrank lagern und später in der Pfanne oder im Ofen aufwärmen.
- Prep Time: 15 min
- Cook Time: 20 min
Nutrition
- Calories: 285 kcal
- Fat: 13 g
- Carbohydrates: 32 g








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