Spritzgebäck gehört für viele zu den Plätzchen, die untrennbar mit der Weihnachtszeit verbunden sind. Der Duft von frisch gebackenem Buttergebäck zieht durch die Küche und weckt Erinnerungen an gemütliche Stunden mit der Familie. Für mich ist Spritzgebäck nicht nur ein Plätzchen, sondern eine kleine Tradition, die von Generation zu Generation weitergegeben wird.

Schon als Kind war das Backen von Spritzgebäck ein Highlight. Es gab kaum etwas Spannenderes, als zuzusehen, wie der schwere Fleischwolf aus dem Küchenschrank geholt und auf dem Tisch festgeschraubt wurde. Meine Aufgabe war es, die frisch herausgekommenen Plätzchen aufzufangen, während ich gespannt den Kurbelbewegungen zusah. Heute backe ich das gleiche Rezept mit meinen Kindern – nur dass wir inzwischen oft eine praktische Gebäckpresse verwenden.
Spritzgebäck ist dabei eines der unkompliziertesten Weihnachtsrezepte. Selbst wenn der Teig einmal zu weich ist oder die Plätzchen etwas unregelmäßig geraten, schmecken sie köstlich. Und das Schöne: Bei der Form sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt. Ob lange Stäbchen, elegante Kringel oder verspielte S-Formen – jeder kann seine Lieblingsform gestalten. Besonders Kinder lieben es, ihre eigenen Kreationen zu formen und danach stolz auf das Backergebnis zu blicken.
Der aufregendste Moment beim Backen ist oft das Warten, bis der Ofen den perfekten Bräunungsgrad erreicht hat. Der verführerische Duft von Butter und Vanille lässt einem das Wasser im Mund zusammenlaufen und macht das Anschauen des Timers zur Geduldsprobe. Sobald die Plätzchen fertig gebacken sind, beginnt der kreative Teil: das Verzieren. Ob mit geschmolzener Schokolade, Zuckerperlen oder einem Hauch von Puderzucker – jedes Blech wird zu einem kleinen Kunstwerk.
Spritzgebäck lässt sich leicht variieren. Wer Lust auf Abwechslung hat, kann dem Teig zum Beispiel gemahlene Nüsse oder etwas Zimt hinzufügen. Auch verschiedene Schokoladenarten zum Verzieren lassen die Klassiker immer wieder anders wirken. Dabei bleibt der Grundgedanke des Rezepts immer gleich: einfache Zutaten, schnelle Zubereitung und ein Ergebnis, das die ganze Familie begeistert.

Ein weiterer Vorteil des Spritzgebäcks: Es kann sowohl mit einem Fleischwolf als auch mit einer Gebäckpresse zubereitet werden. Beides funktioniert wunderbar und liefert köstliche, gleichmäßig geformte Plätzchen. Wer es besonders eilig hat, kann auch direkt einen Spritzbeutel verwenden und den Teig ohne Kühlzeit verarbeiten. So sind die Weihnachtsplätzchen noch schneller auf dem Tisch und die Vorfreude auf das erste Probierstück steigt.
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Klassisches Spritzgebäck – Omas Geheimrezept für knusprige Weihnachtsplätzchen
Ingredients
500 g Weizenmehl
250 g Butter
200 g Zucker
2 Päckchen Vanillezucker
1 Ei
1 Eigelb
1 Prise Salz
Zum Verzieren:
Kuvertüre oder Zartbitterschokolade
Instructions
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Teig vorbereiten:
Die Butter zusammen mit dem Zucker und Vanillezucker in einer Schüssel cremig rühren. Anschließend das Ei und das Eigelb unterrühren, bis eine homogene Masse entsteht. Danach das Mehl und die Prise Salz hinzufügen und zu einem glatten, geschmeidigen Teig kneten. -
Teig kühlen:
Den Teig in Frischhaltefolie wickeln und mindestens eine Stunde, besser über Nacht, in den Kühlschrank legen. Dies erleichtert das Formen der Plätzchen erheblich. -
Plätzchen formen:
Den gekühlten Teig portionsweise in einen Fleischwolf oder eine Gebäckpresse geben und die gewünschten Formen extrudieren. Wer keinen Fleischwolf oder Presse hat, kann auch einen Spritzbeutel verwenden. -
Backen:
Die Plätzchen auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen. Den Ofen auf 190°C Ober-/Unterhitze vorheizen und die Plätzchen etwa 10 Minuten backen. Sie sollten hell bleiben und nur leicht Farbe annehmen. -
Abkühlen lassen und verzieren:
Nach dem Backen die Plätzchen vollständig auskühlen lassen. Danach nach Belieben mit geschmolzener Kuvertüre, Zartbitterschokolade oder Zuckerperlen verzieren.
Nutrition
- Calories: 450 kcal
- Sugar: 28 g
- Fat: 25 g
- Saturated Fat: 15 g
- Carbohydrates: 52 g








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