Ein herrlich einfacher Zimtkuchen für gemütliche Tage

Der Herbst bringt für viele eine Mischung aus Vorfreude und Melancholie mit sich. Die Tage werden kürzer, der Regen klopft regelmäßiger ans Fenster und draußen wird es ungemütlich. Doch genau in dieser Jahreszeit zeigt sich ein kleiner kulinarischer Lichtblick, der jedes graue Wetter sofort erträglicher macht: Zimt. Kaum wird es kühler, wandert dieses Gewürz wieder in fast alles, was nach Wärme und Geborgenheit schmeckt – in Tee, Gebäck, Haferbrei oder in Lieblingskuchen, die du am liebsten frisch aus dem Ofen genießt.

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Ein herrlich einfacher Zimtkuchen für gemütliche Tage 30

Genau deshalb hat sich dieser einfache Zimtkuchen mit Rührteig längst einen festen Platz in meiner Küche erobert. Er ist die perfekte Wahl, wenn du dir den Geschmack klassischer Zimtschnecken wünschst, aber keine Lust auf Hefeteig, stundenlange Gehzeiten oder komplizierte Schritte hast. Der Kuchen kommt komplett ohne Hefe aus und wird stattdessen aus einem schnellen, saftigen Rührteig gebacken, der mit einer aromatischen Zimtbutter marmoriert wird. Der Effekt: ein lockerer Kuchen, durchzogen von warmen Zimtwellen, der duftet wie eine Mischung aus Geborgenheit und Advent.

Der Frischkäseguss am Ende erinnert dann endgültig an klassische Cinnamon Rolls – cremig, leicht vanillig, süß und perfekt kontrastierend zur zimtigen Butter. Sobald die Glasur auf dem noch warmen Kuchen schmilzt, entsteht ein Geschmackserlebnis, das sich anfühlt wie ein gemütlicher Tag zuhause.

Warum dieser Zimtkuchen immer gelingt

Viele Zimtkuchen-Rezepte setzen auf Hefeteig, der zwar köstlich ist, aber auch Zeit und Geduld erfordert. Dieses Rezept hingegen ist bewusst unkompliziert gehalten: Du rührst den Teig in wenigen Minuten zusammen, lässt die Butter schmelzen und mischst sie mit Zimt und Zucker – mehr braucht es nicht. Die Zutaten sind einfach, der Ablauf intuitiv und das Ergebnis gelingt verlässlich, selbst wenn du wenig Backerfahrung hast.

Die Zimtbutter wird bewusst gebräunt, bevor sie untergerührt wird. Dadurch entsteht ein nussiges Aroma, das den Kuchen geschmacklich auf ein ganz anderes Level hebt. Dieses leichte Röstaroma ist das Geheimnis vieler guter Backrezepte und sorgt dafür, dass dein Kuchen nicht nur süß und zimtig schmeckt, sondern auch eine angenehme Tiefe bekommt.

Auch optisch macht der Kuchen etwas her: Durch das Marmorieren mit der Gabel entsteht ein attraktives Muster, das nach dem Backen leicht karamellisiert und für eine zarte Kruste sorgt. Gerade wenn du den Kuchen für Gäste machst, ist er eine schöne Alternative zu aufwendigeren Kuchen – schnell gemacht, aber eindrucksvoll.

Schritt-für-Schritt zum perfekten Zimtkuchen

Damit dieser Zimtkuchen nicht nur aromatisch, sondern auch wunderbar saftig gelingt, ist die Reihenfolge der Zubereitung entscheidend. Der Rührteig selbst ist klassisch aufgebaut: Butter und Eier werden erst schaumig geschlagen, dann kommen Milch und die trockenen Zutaten hinzu. Das sorgt für die typische fluffige Konsistenz. Wichtig ist, den Teig nicht zu lange zu rühren – sobald alle Zutaten verbunden sind, reicht es völlig aus. Auf diese Weise bleibt der Kuchen locker und geht gleichmäßig auf.

Die Zimtbutter ist das Herzstück dieses Rezepts. Das Bräunen der Butter benötigt ein wenig Aufmerksamkeit, lohnt sich aber sofort. Sobald die Molke leicht bräunlich wird und die Butter ein nussiges Aroma entwickelt, ist der Zeitpunkt perfekt. Danach werden Zucker, Zimt und etwas Mehl eingerührt, damit die Masse streichfähig bleibt und nach dem Backen nicht komplett in den Teig einsinkt.

Beim Verteilen und Marmorieren darfst du ruhig kreativ werden: Ob feine Linien oder kräftige Spiralen – das Muster wirkt beim Anschneiden besonders schön.

Zum Schluss sorgt der Frischkäseguss für ein süß-cremiges Finish. Die Glasur wird auf den noch warmen Kuchen geträufelt, damit sie leicht verlaufen kann und eine glatte Oberfläche entsteht. Sobald der Kuchen abgekühlt ist, lässt er sich perfekt schneiden und bleibt über mehrere Tage saftig – falls überhaupt etwas übrig bleibt.

Serviervorschläge und Tipps

Dieser Zimtkuchen ist ideal für gemütliche Nachmittage, fürs Büro, Kindergeburtstage oder einfach als schneller Kuchen für Gäste. Serviere ihn pur, mit Puderzucker oder mit einem Klecks Schlagsahne.

Wenn du das Aroma variieren möchtest, kannst du der Zimtbutter etwas Kardamom oder Muskat hinzufügen. Auch ein Teil des Zuckers lässt sich durch Ahornsirup ersetzen, wodurch die Zimtmasse besonders weich und karamellig wird.

Wer es noch intensiver mag, kann zusätzlich kleine Apfelwürfel in den Teig geben – sie passen geschmacklich hervorragend und machen den Kuchen noch saftiger.

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Ein herrlich einfacher Zimtkuchen für gemütliche Tage


  • Author: Marlene

Ingredients

Scale

Für den Teig

75 g weiche Butter

2 Eier (Größe M)

400 ml Milch

450 g Mehl

1 Prise Salz

1 Päckchen Backpulver

150 g Zucker

1 Päckchen Vanillezucker

Für die Zimtbutter

120 g Butter

100 g brauner Zucker

1 gehäufter EL Zimt

1 EL Mehl

Für den Guss

200 g Puderzucker

50 ml Milch

50 g Frischkäse


Instructions

1. Teig vorbereiten:
Butter und Eier mit einem Handmixer schaumig schlagen. Milch einrühren. In einer zweiten Schüssel Mehl, Salz, Backpulver, Zucker und Vanillezucker mischen. Die Milch-Ei-Mischung dazugeben und kurz verrühren, bis ein glatter Teig entsteht. Eine gefettete Fettpfanne (ca. 25 × 35 cm) vorbereiten und den Teig einfüllen.

2. Zimtbutter herstellen:
Butter bei mittlerer Hitze schmelzen und weiter erhitzen, bis sie bräunt und nussig duftet. Durch Küchenpapier abseihen. Anschließend braunen Zucker, Zimt und Mehl einrühren.

3. Marmorieren und Backen:
Die Zimtbutter gleichmäßig auf dem Teig verteilen und mit einer Gabel marmorieren. Bei 180 °C Ober-/Unterhitze (160 °C Umluft) 20–25 Minuten backen. Stäbchenprobe machen.

4. Guss anrühren:
Puderzucker und Milch glatt rühren, dann Frischkäse unterheben. Auf den noch warmen Kuchen streifenweise träufeln und abkühlen lassen.

Notes

  • Für extra Aroma kann ½ TL Kardamom zur Zimtbutter gegeben werden.
  • Der Kuchen bleibt luftdicht verpackt 3–4 Tage frisch.
  • Wer möchte, kann Apfelstückchen oder Rosinen in den Teig mischen.
  • Der Guss kann mit etwas Zitronensaft ergänzt werden, wenn du eine frische Note möchtest.

Nutrition

  • Calories: 232 kcal
  • Fat: 9 g
  • Carbohydrates: 35 g