Spitzbuben gehören zu den Klassikern unter den Weihnachtsplätzchen und bringen mit ihrer Marmeladenfüllung Farbe und Geschmack auf jeden Keks-Teller. Diese köstlichen Mürbeteigplätzchen lassen sich einfach zubereiten und sind ein echter Hingucker in der Weihnachtszeit. Mit nur wenigen Zutaten entstehen in kurzer Zeit zarte Plätzchen, die außen leicht knusprig und innen wunderbar mürbe sind.

Ob Linzer Plätzchen, Hildaplätzchen oder Hildabrötchen – die Namen variieren regional, doch das Ergebnis ist immer dasselbe: köstliche Mürbeteigplätzchen mit fruchtiger Marmeladenfüllung und einer feinen Puderzuckerschicht. In diesem Rezept zeige ich dir Schritt für Schritt, wie du klassische Spitzbuben einfach und schnell backen kannst.
Zutaten für die fruchtigen Spitzbuben
Die Basis für Spitzbuben ist ein klassischer Mürbeteig, der durch Butter besonders zart wird. Für ein perfektes Ergebnis solltest du hochwertige Butter verwenden und auf Margarine oder streichzarte Varianten verzichten.
Zutaten für ca. 28–30 Stück (5–6 cm Durchmesser):
- 250 g Weizenmehl Type 405 (alternativ Dinkelmehl Type 630)
- 125 g kalte Butter, in Würfeln
- 100 g feiner Zucker (alternativ Puderzucker)
- 1 Ei (Größe M)
- 1 Päckchen Bourbon Vanillezucker
- 1 Prise Salz
- 150 g Himbeergelee oder Marmelade nach Wahl (Aprikose, Johannisbeere etc.)
- Puderzucker zum Bestäuben
Tipps für den perfekten Mürbeteig
Mürbeteig reagiert besonders gut auf Kälte. Daher solltest du die Butter immer kalt verwenden und die Zutaten möglichst schnell zu einem homogenen Teig verkneten. Eine Kühlung vor dem Ausrollen sorgt dafür, dass der Teig stabil bleibt und sich leicht verarbeiten lässt.
Einige Tipps für ein optimales Ergebnis:
- Kalte Hände und Arbeitsfläche: Knete den Teig am besten mit kalten Händen auf einer leicht bemehlten, kühlen Arbeitsfläche.
- Gleichmäßige Dicke: Rolle den Teig gleichmäßig aus, damit die Plätzchen beim Backen gleichmäßig bräunen.
- Richtige Ausstecher: Verwende zwei Ausstecher in unterschiedlichen Größen für Boden und Deckel. Alternativ funktioniert auch ein Glas für die größere Form und ein Apfelentkerner für die kleinere.
- Kühlzeiten beachten: Lasse den Teig nach dem Kneten mindestens 30 Minuten im Kühlschrank ruhen, gerne auch über Nacht.
- Reste erneut verarbeiten: Aus Teigresten kannst du neue Scheiben formen und wieder ausrollen. Sollte der Teig zwischendurch zu weich werden, kurz zurück in den Kühlschrank legen.
- Variationen: Für Abwechslung kann man neben Marmelade auch Nuss-Nougat-Creme, Lemon Curd oder geschmolzene Schokolade als Füllung verwenden.
Teig zubereiten
- Heize den Backofen auf 170 °C Umluft vor, so kannst du zwei Bleche gleichzeitig backen.
- Vermische Mehl, Zucker, Vanillezucker und Salz in einer großen Schüssel.
- Gib die kalte Butter in Stückchen und das Ei hinzu.
- Zuerst mit den Knethaken des Handmixers oder der Küchenmaschine grob vermengen, anschließend mit den Händen zu einem glatten Teig verkneten.
Tipp: Du kannst den Teig auch direkt auf einer bemehlten Arbeitsfläche kneten, dabei eine Mulde im Mehl formen, die übrigen Zutaten hineingeben und nach und nach zu einem Teig verarbeiten.
Teig kühlen und ausrollen
- Den fertigen Teig flach drücken, in Frischhaltefolie wickeln und mindestens 30 Minuten im Kühlschrank lagern.
- Den Teig auf einer bemehlten Fläche 3–4 mm dick ausrollen. Bei Bedarf in zwei Portionen aufteilen, die zweite Portion solange im Kühlschrank lassen.
- Böden und Deckel ausstechen: Die Böden in voller Größe ausstechen, die Deckel ebenfalls, mit einem kleineren Ausstecher ein Loch für die Marmelade entfernen.
- Teigreste erneut ausrollen und ausstechen, bis der Teig vollständig verwendet ist.
Backen und abkühlen lassen
- Lege die Teiglinge auf mit Backpapier belegte Bleche, Abstand halten.
- Backe die Deckel und Böden 8–10 Minuten, bis die Ränder leicht goldbraun sind.
- Nach dem Backen auf einem Kuchengitter vollständig auskühlen lassen, bevor die Deckel mit Puderzucker bestäubt werden.
Tipp: Deckel können etwas schneller fertig sein – lieber etwas früher aus dem Ofen nehmen, damit sie nicht zu dunkel werden.
Marmelade auftragen und Plätzchen zusammensetzen
Sobald Böden und Deckel vollständig ausgekühlt sind, geht es ans Füllen:
- Gib jeweils einen kleinen Klecks Marmelade auf die Unterseite der Böden.
- Am einfachsten funktioniert das mit einer Spritztülle oder einem kleinen Löffel.
- Drehe die Böden vor dem Bestreichen auf die flache Seite, so verbinden sich Deckel und Boden später besser.
- Optional: Wenn die Marmelade zu fest ist, erhitze sie leicht in einem Topf, bis sie streichfähig wird.
- Setze die mit Puderzucker bestäubten Deckel vorsichtig auf die Marmelade und drücke sie leicht an.
Trocknen und Aufbewahren
- Lasse die Spitzbuben mindestens 3 Stunden, besser über Nacht, leicht abgedeckt stehen, damit die Marmelade etwas trocknen kann.
- Danach können die Plätzchen in einer Keksdose oder Cellophantüte gelagert werden.
- Tipp: Falls die Plätzchen zu hart geworden sind, lege einen frischen Apfelschnitz in die Dose. Dieser gibt Feuchtigkeit ab und macht die Plätzchen wieder zart und mürbe.
Die fertigen Spitzbuben sind nicht nur optisch ein Highlight, sondern auch geschmacklich ein Klassiker: außen zart-knusprig, innen weich und fruchtig. Sie eignen sich perfekt zum Verschenken, für die Kaffeetafel oder einfach zum Genießen in der Weihnachtszeit.

Häufige Fragen zu Spitzbuben
Sind Spitzbuben und Linzer Plätzchen dasselbe?
Ja, beide Bezeichnungen meinen die gleichen Plätzchen: Mürbeteigböden mit Marmelade gefüllt und Puderzucker bestäubt.
Wie lange sind Spitzbuben haltbar?
In einer gut verschlossenen Dose bleiben sie 2–3 Wochen frisch. Durch die Marmelade werden sie von Tag zu Tag noch etwas weicher und aromatischer.
Kann man den Teig vorbereiten?
Der Mürbeteig lässt sich problemlos 2–3 Tage im Kühlschrank lagern oder bis zu 3 Monate einfrieren.
Fruchtige Spitzbuben – Einfaches Plätzchenrezept für die Weihnachtszeit
- Total Time: 35 min
Ingredients
250 g Weizenmehl Type 405 (alternativ Dinkelmehl Type 630)
125 g kalte Butter, in Würfeln
100 g feiner Zucker (alternativ Puderzucker)
1 Ei (Größe M)
1 Päckchen Bourbon Vanillezucker
1 Prise Salz
150 g Himbeergelee oder Marmelade nach Wahl
Puderzucker zum Bestäuben
Instructions
- Backofen auf 170 °C Umluft vorheizen.
- Mehl, Zucker, Vanillezucker und Salz in einer Schüssel vermischen.
- Butter und Ei hinzufügen, zunächst grob vermengen, dann zu einem glatten Teig kneten.
- Teig in Frischhaltefolie wickeln, flach drücken, mindestens 30 Minuten im Kühlschrank kühlen.
- Auf bemehlter Fläche 3–4 mm dick ausrollen. Böden und Deckel ausstechen; Deckel mittig ein kleines Loch ausstechen.
- Teigreste erneut ausrollen, bis alles verbraucht ist.
- 8–10 Minuten backen, auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.
- Deckel mit Puderzucker bestäuben.
- Marmelade auf die Böden geben, Deckel aufsetzen und leicht andrücken.
- 3 Stunden oder über Nacht trocknen lassen, dann in einer Dose aufbewahren.
Notes
- Die Marmelade kann je nach Geschmack variieren (Aprikose, Johannisbeere, Himbeere).
- Für extra weiche Plätzchen einen Apfelschnitz in die Dose legen.
- Teig lässt sich vorbereiten: 2–3 Tage im Kühlschrank oder bis zu 3 Monate einfrieren.
- Für Abwechslung kann auch Nuss-Nougat-Creme, Lemon Curd oder geschmolzene Schokolade als Füllung verwendet werden.
- Prep Time: 25 min
- Cook Time: 10 min
Nutrition
- Calories: 99 kcal
- Fat: 4 g
- Carbohydrates: 14 g








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