Bulette, Frikadelle oder Klops – kaum ein Gericht steht so sehr für bodenständige deutsche Küche wie diese saftigen Fleischküchlein. Besonders die Berliner Variante ist ein echter Klassiker: außen goldbraun gebraten, innen wunderbar locker und aromatisch. Genau dieses traditionelle Gericht holen wir heute zurück auf den Teller – einfach, ehrlich und alltagstauglich.

Berliner Buletten sind ein Stück kulinarische Heimat. Sie erinnern an Mittagessen bei Oma, an warme Pfannen auf dem Herd und an den Duft von gebratenem Hackfleisch, der durch die Küche zieht. Das Schöne daran: Man braucht keine ausgefallenen Zutaten und kein großes Küchentalent. Mit wenigen Handgriffen entsteht ein Gericht, das Groß und Klein begeistert.
Warum dieses Rezept so beliebt ist
Dieses Rezept überzeugt durch seine Schlichtheit. Hackfleisch, ein eingeweichtes Brötchen, Zwiebel, Ei und ein Klecks Senf – mehr braucht es nicht, um einen intensiven, runden Geschmack zu erzielen. Der Senf sorgt für eine feine Würze, ohne sich in den Vordergrund zu drängen, während das Brötchen die Masse locker hält. So werden die Buletten saftig statt trocken.
Ein weiterer Pluspunkt: Das Rezept lässt sich flexibel anpassen. Wer mag, ergänzt frische Kräuter, tauscht das klassische Brötchen gegen eine Vollkornvariante oder würzt etwas kräftiger. Auch für Kinder ist dieses Gericht ideal, da es mild, weich und gut zu kauen ist.
Wann und wie man Buletten serviert
Berliner Buletten sind wahre Alleskönner. Klassisch werden sie mit Salzkartoffeln und Gemüse serviert – besonders gut passen Spargel oder Blumenkohl mit einer cremigen Sauce. Aber auch kalt machen sie eine hervorragende Figur: im Brötchen, auf dem Partybuffet oder beim Picknick im Grünen.
Gerade weil sie sowohl warm als auch kalt schmecken, eignen sie sich perfekt zum Vorbereiten. Am nächsten Tag entwickeln sie oft sogar noch mehr Aroma. Damit sind sie ideal für stressfreie Familienküche oder gesellige Anlässe.
Gute Zutaten machen den Unterschied
Die Qualität der Zutaten spielt bei einem so einfachen Gericht eine entscheidende Rolle. Verwende möglichst frisches Hackfleisch, am besten gemischt aus Rind und Schwein. Die Zwiebel sollte fein gewürfelt sein, damit sie beim Braten weich wird und ihr Aroma gleichmäßig verteilt. Das eingeweichte Brötchen sorgt für die typische Konsistenz – gut ausgedrückt, aber nicht trocken.
Auch beim Braten lohnt es sich, nicht zu sparen: Reichlich hitzebeständiges Öl sorgt für eine schöne Kruste. Zuerst scharf anbraten, dann bei mittlerer Hitze fertig garen – so bleiben die Buletten innen saftig.
Ein Gericht für jede Gelegenheit
Ob als schnelles Mittagessen, herzhaftes Abendessen oder unkomplizierter Snack unterwegs – Berliner Buletten passen immer. Sie sind preiswert, sättigend und kommen bei nahezu jedem gut an. Genau deshalb gehören sie seit Generationen fest zur deutschen Alltagsküche.
Im zweiten Teil findest du die vollständige Zubereitung Schritt für Schritt sowie die übersichtliche Rezeptkarte mit allen Zutaten, Nährwertangaben und hilfreichen Tipps für perfekte Buletten.
So bereitest du Berliner Buletten zu
Zutaten vorbereiten
Zuerst solltest du das Brötchen in heißem Wasser einweichen, bis es weich ist. Ein altbackenes normales Brötchen eignet sich hierfür am besten. Wer möchte, kann auch eine Vollkornvariante verwenden – das macht die Buletten etwas ballaststoffreicher und leicht nussig im Geschmack.
In der Zwischenzeit Zwiebel und Knoblauch schälen. Die Zwiebel fein würfeln und die Knoblauchzehe pressen oder sehr klein hacken. Diese beiden Zutaten sorgen für das typische Aroma, das die Buletten so unverwechselbar macht.
Hackfleischmasse zubereiten
Gib das Hackfleisch in eine große Schüssel. Drücke das eingeweichte Brötchen gut aus und zerkleinere es grob. Zusammen mit Ei, Zwiebel, Knoblauch, einem Teelöffel Senf und Salz zu einer gleichmäßigen Masse verkneten. Nach Belieben können jetzt auch frische Kräuter wie Petersilie oder Schnittlauch untergemischt werden – das gibt zusätzliche Frische und Farbe.
Wichtig: Nicht zu lange kneten, sonst wird die Masse zu fest. Die Buletten sollen später saftig bleiben.
Buletten formen und panieren
Aus der Hackfleischmasse formst du nun gleichmäßige Buletten. Für die klassische Variante etwa so groß wie eine Handfläche, für Party-Snacks eher kleiner.
Wende die Buletten anschließend in Semmelbröseln. Sie helfen dabei, dass die Oberfläche schön knusprig wird und die Buletten beim Braten ihre Form behalten.
Braten und fertigstellen
Erhitze reichlich Sonnenblumenöl in einer großen Pfanne. Die Buletten zuerst bei hoher Hitze von beiden Seiten scharf anbraten – das sorgt für eine goldbraune Kruste und intensives Aroma. Danach die Hitze reduzieren und die Buletten etwa 5–7 Minuten bei mittlerer Temperatur weitergaren, bis sie vollständig durchgegart sind.
Tipp: Nicht zu viele Buletten gleichzeitig in die Pfanne legen, sonst kühlt das Öl zu stark ab und die Kruste wird nicht knusprig.

Serviervorschläge
Berliner Buletten lassen sich vielseitig servieren. Klassisch mit Salzkartoffeln und einer leichten Sauce Hollandaise oder Gemüse wie Spargel oder Blumenkohl. Für Partys eignen sich kleine Buletten ideal neben Nudelsalat oder Dips. Auch kalt sind sie ein Genuss, z. B. im Brötchen oder auf einem Picknickteller.
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Berliner Buletten – klassisches Rezept wie von früher
Ingredients
500 g Hackfleisch (gemischt)
1 große Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1 altbackenes Brötchen
Semmelbrösel zum Wenden
1 TL Senf
Salz nach Geschmack
Frische Kräuter nach Belieben
1 Ei
Sonnenblumenöl zum Braten
Instructions
- Brötchen in heißem Wasser einweichen und anschließend ausdrücken.
- Zwiebel und Knoblauch fein würfeln/pressen.
- Hackfleisch, Ei, Brötchen, Zwiebel, Knoblauch, Senf, Salz und Kräuter in einer Schüssel zu einer gleichmäßigen Masse verkneten.
- Buletten formen und in Semmelbröseln wenden.
- Öl in einer Pfanne erhitzen, Buletten scharf anbraten, dann bei mittlerer Hitze fertig garen.
Nutrition
- Calories: 250 kcal
- Fat: 17 g
- Carbohydrates: 6 g








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